Therapieangebot

In meiner psychotherapeutischen Privatpraxis biete ich tiefenpsychologisch fundierte Therapieverfahren an. Diese leiten sich vom theoretischen Hintergrund her von der Psychoanalyse ab, unterscheiden sich jedoch von dieser in der Behandlungstechnik und werden klassischerweise in einem geringeren Umfang bezüglich der Sitzungszahlen durchgeführt (12 bis 100 Sitzungen); sie finden grundsätzlich im Sitzen statt. Neben tiefenpsychologischen und analytischen Therapieverfahren, die man als „analytisch begründet“ zusammenfasst, werden in Deutschland von allen Krankenkassen außerdem verhaltenstherapeutische Verfahren anerkannt und hierfür die Kosten übernommen; beide Therapieverfahren sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gut evaluiert und wissenschaftlich seit Jahrzehnten gut untersucht worden.

Die Prognose einer Psychotherapie ist unter anderem von der sogenannten Therapeut-Patient-Beziehung abhängig, hiermit ist u.a. auch die „Passung“ gemeint, ein oft eher intuitives Gefühl, das sich meist schon nach einer Kennlernsitzung einstellt, wofür aber auch unter Umständen mehrere sog. Probesitzungen notwendig sind. Die Probesitzungen dienen der Probe sowohl für den Patienten als auch für den Therapeuten, ob eine Therapie indiziert ist, ob das vom Therapeuten angebotene Therapieverfahren für den speziellen Fall geeignet ist und eine ausreichende „Passung“ gegeben ist. Darüberhinaus werden während der Zeit der Probesitzungen Therapieziele festgelegt und es erfolgt eine individuelle Aufklärung und Information, wie sie vom Patientenrechtegesetz gefordert ist. Zugleich wird festgelegt, welche konkreten Möglichkeiten der Patient selbst hat, das Therapieergebnis positiv zu beeinflussen. Erst nach Durchführung des Erstgesprächs und der Probesitzungen wird die Entscheidung für eine ambulante Psychotherapie getroffen, für deren Frequenz (oft, aber nicht immer: 1 x wöchentlich) und für deren voraussichtliche Länge als Kurzzeit – oder Langzeittherapie.

Die Vertragsbedingungen zur Kostenübernahme sind bei privaten Versicherungen nicht einheitlich und unterscheiden sich von Versicherung zu Versicherung und ggf. von Vertrag zu Vertrag. Die Kosten für Erstgespräche werden von privaten Versicherungen grundsätzlich übernommen; meistens werden auch psychotherapeutische Behandlungen umfangreich übernommen. Bei Beihilfe-Berechtigten werden nach dem Erstgespräch bis zu fünf Probesitzungen übernommen, bevor eine Therapieentscheidung zwischen Behandler und Patient getroffen wird. Erst danach wird ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Versicherung gestellt, die dann über die weitere Kostenübernahme entscheidet. In meiner Praxis arbeite ich seit Januar 2018 ausschließlich privatärztlich, d.h. für privatversicherte oder für selbstzahlende Patienten. Die Gebühr für eine Therapiesitzung beträgt entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) derzeit 92,50 € und liegt derzeit etwas niedriger als die Gebühr bei gesetzlichen Krankenkassen. 

Tiefenpsychologisch bzw analytisch an Problemen arbeiten heißt, sich mit Aspekten zu beschäftigen, die uns wenig bewusst sind oder die in anderer Weise „latent“ sind, etwa in dem Sinne, dass es Aspekte sind, die wir zwar kennen von uns, mit denen wir aber am liebsten nichts zu tun haben wollen – etwa weil sie nicht in das Bild hineinpassen, das wir uns im Laufe unseres Lebens von uns gemacht haben oder das sich andere von uns gemacht haben. Die Beschäftigung mit Latenzen ist naturgemäß langwierig und oft auch anstrengend – man muss gegen Widerstände ankämpfen, gegen die eigene Trägheit und gegen die Angst, Neues, Unbekanntes bei sich zu entdecken. Eine solche Arbeit bedarf der Geduld, der Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und, soweit es möglich ist, auch gegenüber dem Therapeuten. 

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie führe ich in meiner Praxis als Einzeltherapie durch. Sollten Sie erwägen, ob eventuell ein Gruppenangebot besser für sie geeignet wäre, bzw sollten wir im Laufe der orientierenden Diagnostik zu diesem Schluss kommen, kann ich Sie gerne bezüglich geeigneter Gruppentherapieangebote meiner Kollegen beraten. Das Gleiche gilt, wenn sie noch unschlüssig sind, ob eine andere Therapiemethode für sie eventuell geeigneter wäre.